Roadtrips

Roadtrip – USA Westküste – Planung und Tipps

Mitte 2016 planten wir unsere lang herbeigesehnte Reise zur Westküste der Vereinigten Staaten. Das Ganze stellte sich als recht umfangreich heraus und es gibt unheimlich viele Dinge auf die man achten sollte. Ich möchte euch hier einen Überblick verschaffen und hoffe ich kann euch die Planung erleichtern.

1. Reisezeit

©agirlspassport

Wir wählten als Start für unseren Roadtrip den 25. April und landeten am 12. Mai wieder in Wien. Da es in den Sommermonaten in Las Vegas bis zu 40°C haben kann wollten wir unbedingt im Frühling los. Wenn man viel unterwegs ist ist es doch angehmer wenn man keiner extremen Hitze ausgesetzt ist, aber keine Angst es war in Las Vegas immer noch heiß genug um zu baden. Auch in Los Angeles kann man im Frühling bereits die kurzen Hosen auspacken. (Baden würde ich nur Hartgesottenen empfehlen, der Pazifik ist mit durchschnittlich 18°C recht kalt)
In San Francisco erreicht es sowieso nie dermaßen hohe Temperaturen (Maximaltemperatur im Juli 22°C), also für den Aufenthalt dort unbedingt Westen und leichte Jacken einpacken.


2. Route

Wir wollten so viel wie möglich sehen aber nur maximal 2 1/2 Wochen unterwegs sein. Die längsten Aufenthalte planten wir in den Großstädten San Francisco, Los Angeles und Las Vegas ein, um so viel wie möglich davon erkunden zu können. Die Nationalparks wie das Death Valley oder Yosemite ließen wir aus Zeitmangel aus, in der Hoffnung, dass wir diese in Zukunft doch nochmal nachholen werden.
Die Stopps, die man meiner Meinung nach auf keinen Fall auslassen sollte sind auf Grund meiner Erfahrung San Francisco, Morro Bay (ein wunderschönes Küstenstädtchen, das uns überraschenderweise total verzaubert hat), Los Angeles, Grand Canyon und Las Vegas.

Unsere Route mit Übernachtungen
Quelle: Google Map

Die Frage ist eben, wie lange wollt ihr verreisen und wie lange wollt ihr maximal mit dem Auto unterwegs sein. Die Fahrt von San Francisco nach Los Angeles direkt, zum Beispiel, hätte über die Küstenstraße über 9 Stunden gedauert, daher planten wir jeweils eine Übernachtung in Monterey und Morro Bay ein.


3. Flüge

Der Flug ist wohl oft das Teuerste an einer Reise, aber hier kann man auch einiges einsparen, wenn man sich nicht auf das erstbeste Angebot einlässt.
Mein Tipp: Mehrere Flug- Suchmachinen nutzen und, wenn man zeitlich halbwegs flexibel ist, die Preise an den verschiedenen Wochentagen vergleichen. Ein Abflug am Dienstag, zum Beispiel, ist immer billiger als einer am Samstag oder Sonntag. Preise variieren auch oft wenn ihr morgens oder abends nach Flügen sucht.
Wir haben uns mit dem Flug wirklich lange Zeit gelassen und unseren Favorit beobachtet, der letztendlich sogar billiger wurde.


4. Visum und Einreise

Für die Einreise in die USA ist ein so genanntes „ESTA“ Visum erforderlich. Dieses muss vor der Einreise beantragt werden, kostet einmalig ca. 14 Dollar pro Person und gilt dann 2 Jahre.
Die Beantragung ist relativ einfach und schnell. Eure Daten werden nach der Eingabe überprüft und kurze Zeit später erhält man auch schon die Bestätigung. Man müsste dann nichts schriftlich bei sich tragen, das Visum liegt elekronisch bei den Behörden auf. Zur Sicherheit drucke ich das Visum aber trotzdem immer aus und packe es ins Handgepäck, man weiß ja nie.

©agirlspassport

Nicht wundern wenn euch die Flugbegleiter vor Ankunft in Amerika einen kleinen Zettel in die Hand drücken. Das ist die Zollerklärung die auszufüllen und dann am Flughafen bei den Grenzbeamten abzugeben ist. Haltet auf jeden Fall die Adresse von eurem ersten Hotel bereit, die ihr da auch anführen müsst.
Nach der Ankunft solltet ihr mit langen Warteschlangen vor den Schaltern der Grenzbeamten rechnen, die euren Reisepass und das Visum überprüfen. Außerdem nehmen Sie eure Fingerabdrücke, machen ein Foto und befragen euch zu eurem Aufenthalt, Hotel, Beruf oder auch zur Reisedauer. Danach habt ihr es endlich geschafft und könnt eure Koffer holen.


5. Unterkünfte

Wir haben alle unsere Unterkünfte im Voraus gebucht, da wir uns den Stress der Hotelsuche vor Ort einfach ersparen wollten. Dabei galt erneut: Sparen was geht! Auf jeden Fall verschiedene Hotelsuchmachinen nutzen, meine Favoriten dabei sind www.trivago.at und www.momondo.at .
Da wir mit dem Mietwagen unterwegs waren haben wir vorrangig auf einen kostenfreien Parkplatz an der Unterkunft geachtet. Aufgrund dessen kamen vor allem Motels in Frage, die auf gar keinen Fall so schlecht sind wie ihr Ruf.
In San Francisco zum Beispiel waren wir selbst überrascht wie schön und modern das Zimmer eingerichtet war.

Days Inn Civic Center San Francisco

Bei den meisten Motels war das Frühstück inkludiert, wobei man sich nicht zu viel erwarten sollte, denn das amerikanische Frühstück unterscheidet sich sehr von unserem europäischen. Wurst und Käse sind selten vorhanden, der Fokus liegt eher auf Süßem wie Marmelade, Erdnussbutter und wenn man Glück hat gibt es auch Waffeln mit Ahornsirup, die könnte ich täglich essen!

In Las Vegas leisteten wir uns drei Nächte im Caesars Palace als schönen Abschluss der Reise und es zahlte sich wirklich aus! Die Zimmer sind wundervoll und man ist direkt im Zentrum.

6. Mietwagen

Beim Mietwagen gilt ebenfalls: Preise vergleichen! Es gibt recht günstige Angebote und wenn man zum Beispiel nur zu 2. verreist braucht man ja kein teures, großes Auto, da man auch die Rückbank als Gepäckablage verwenden kann.
Es muss fast immer eine Kaution hinterlegt werden, die man bei der Rückgabe wieder erhält. Dieser Betrag wird meist von der Mietwagenfirma auf der Kreditkarte reserviert und dann wieder entfernt.

©agirlspassport

Auch beachten muss man das Mindestalter des Fahrers. Das muss in den USA im Allgemeinen 25 Jahre betragen, es gibt aber auch Vermieter, die Autos für 21 – 24 – jährige anbieten.
Ein guter Schadenversicherungsvertrag, der mit der Mietwagenfirma vereinbart wird, ist unerlässlich, denn man kann nie wissen welche Schäden möglicherweise, auch ohne eigenes Verschulden, verursacht werden. Eine vertragliche Rückerstattung ist in solchen Fällen wirklich hilfreich.

Ich muss sagen, wir haben uns beim Mietwagen einfach mal etwas gegönnt. Da wir schon einiges bei Hotel und Flug eingespart hatten leisteten wir uns einen Ford Mustang und wir hatten so eine Freude damit. Wir holten ihn in San Francisco ab und gaben ihn in Las Vegas zurück. Alles klappte glücklicherweise ohne jegliche Probleme.

Mehr zu unserem Roadtrip und den einzelnen Städten findet ihr in meinen kommenden Blogposts 🙂

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